Donnerstag, 24. Dezember 2009

Zitate und Merkwürdigkeiten 13

1201) "Mir muß niemand Nachhilfe in Demokratie geben, schon gar keine ehemaligen Stalinisten."

Günter Grass - in Anspielung auf unqualifizierte Kritik von Marcel Reich-Ranicki, den man ungestraft den "Eichmann von Kattowitz" nennen darf

1202) Landesbischof Theophil Wurm hatte sich mit seinen Protestbriefen an Hitler und andere Nazi-Größen gegen die Tötung von Geisteskranken und die Judenverfolgung ... als unbeugsamer Streiter für das Recht und die Würde der Menschen profiliert. In seinen "Lebenserfahrungen" forderte er die Kirche auf, "darauf zu achten, daß die Bezeugung der göttlichen Liebe nicht mehr getrennt werden darf von der Bezeugung der Gerechtigkeit im Menschen- und Völkerleben".

Lübecker Nachrichten vom 27.8.1995

1203) "Wenn es ums Geld geht, hört für immerhin acht der insgesamt 89 Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtages die Rechtstreue auf: Entgegen den verbindlichen Verhaltensregeln verweigern diese Volksvertreter (übrigens die gesamte FDP-Fraktion) alle Angaben zu zusätlichen Tätigkeiten oder auch der Zuwendung von Vermögensvorteilen oder der Beteiligung an Unternehmen."

Lübecker Nachrichten vom 6.7.1995

Anmerkung: Dem FDP-Abgeordneten und Rechtsanwalt Wolfgang Kubicki war es innerhalb der Aufklärung des Skandals um die Giftmülldeponie Schönberg sogar "entfallen", daß er an einer Firma aus dem Imperium des Müllmaklers Adolf Hilmer mit einer nicht bar entrichteten Einlage von einer Millionen DM beteiligt war, was ihn allerdings nicht hinderte, ein konträres Mandat der Landesregierung MV nicht nur anzunehmen, sondern angeblich auch miserabel auszuführen und dafür noch rund 850.000 DM Honorar einzustreichen. In dem Folgeprozeß war sein Patenonkel Vorsitzender Richter und angeblich nicht befangen. Was dabei herauskommt, kann man sich an fünf Fingern abzählen.

Angeblich soll die FDP ja die Freimaurerpartei sein!!!

1204) "In 120 Staaten werden politische Gefangene gefoltert und mißhandelt."

Jahresbericht von amnesty international 1994 (LN vom 7.7.1995)

1205) "Nach Expertenschätzungen haben Mafia-Organisationen allein 1994 umgerechnet rund 800 Milliarden Mank 'verwaltet und investiert'. 'Das organisierte Verbrechen ist der größte Unternehmer Italiens', sagt Sergio Bille von der Handelskammer in Rom."

Lübecker Nachrichten vom 12.7.1995

1206) "Die Mitglieder holen sich ihre Partei zurück."

Norbert Gansel - als sein Intimfeind Gert Börnsen auch im zweiten Anlauf seinem Vertrauten Jürgen Weber als Kandidat der SPD für Kiel-Mitte unterlegen war

1207) "In einem Amerika, in dem die Furcht vor Verbrechen die Menschen geradezu paralysiert, gehört das Verlangen nach Selbstjustiz zu den Tagträumen verängstigter Bürger."

DER SPIEGEL 12 / 1995 / 174 ("Rücklings erschießen")

1208) "Ich habe die Welt überwunden, so laßt nicht die Welt euch überwinden."

Der auferstandene Jesus Christus nach einem verschollenen Evangelientext in koptischer Sprache (LN vom 20.3.1997)

1209) "Sozialhilfe mit dem geilen Wohngeld: Volle Knete ohne Plackerei."

Spruch an der Pinwand eines schleswig-holsteinischen Sozialamtsmitarbeiters mit Publikumsverkehr (LN vom 20.3.1997)

1210) "Die Psychoanalyse ist die letzte Dinosaurier-Ideologie des 19. Jahrhunderts" und hat keine Verdienste um den psychiatrischen Fortschritt.

Edward Shorter in "A History of Psychiatry" (DER SPIEGEL 22/1997/179)

1211) "Wenn irgend etwas schiefgehen kann, dann geht es auch schief."

Murphys-Gesetz (der Air-Force-Ingenieur Aloysius Murphy nach einem grandios mißlungenen Testversuch - DER SPIEGEL 33 / 1997 / 148 f)

1212) "Häkeln, Knoblauch, wenig Sex - eine Frau aus Südfrankreich wurde damit 122 Jahre alt."

DER SPIEGEL 33 / 1997 / 145 über das Rezept der Jeanne Calment

1213) "Madeleine Albright brachte das Kunststück fertig, Israels Ministerpräsident Netanjahu gleichzeitig die Hand zu geben und ins Hinterteil zu treten. 'Erbärmlich' nannte sie die Lebensbedingungen der Palästinenser in den besetzten Gebieten ..."

Lübecker Nachrichten vom 14.9.1997

1214) "Die Privilegien des großen Geldkapitals müssen abgeschafft werden."

Ethik-Professor Johannes Hoffmann auf dem Kongress katholischer Moraltheologen in Münster (LN vom 21.9.1997)

1215) "Der Bund der Steuerzahler ... bezifferte die Steuerverschwendung in Deutschland insgesamt auf jährlich 65 bis 70 Milliarden Mark."

Lübecker Nachrichten vom 26.9.1997

1216) "Der Mißbrauch sozialer Leistungen in Deutschland soll ... 1994 (insgesamt) 150 Milliarden gekostet haben."

Lübecker Nachrichten vom 22.10.1995 unter Berufung auf "Focus" und den Hannoveraner Sozialwissenschaftler Werner Bruns

1217) "Ein Virus von Angst und Feigheit hat Politiker und Funktionäre befallen - Angst vor einer ehrlichen Bestandsaufnahme und den notwendigen Konsequenzen. Das hat über viele Jahre echte Reformen verhindert."

Horst Seehofer (CSU) 1996 als Bundesgesundheitsminister (STERN 7/1996/3)

1218) "Den Judenhaß hat Luther nicht erfunden, es gab ihn schon viel früher."

Gerhard Berndt im LN-Leserbrief vom 1.3.1996

1219) "Im Zuge der Wiedervereinigung sollen mindestens 26,5 Milliarden Mark veruntreut worden oder verschwunden sein, geht aus einem Bericht der Zentralen Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität hervor."

Lübecker Nachrichten vom 21.1.1996

1220) Simon Wiesenthal hat "in allen großen Nazi-Fällen der Nachkriegs-Ära - Bormann, Barbie, Mengele, Eichmann - versagt." ... Wiesenthal selbst rechnet sich die Aufklärung von mehr als 1000 Fällen an ... "Die (tatsächliche) Zahl könnte unter 10 liegen."

Eli Rosenbaum - Leiter der NS-Fahndungsabteilung im US-Justizministerium (LN vom 9.2.1996)

1221) "Ich kann nicht sagen, Ihr seid Deutsche, Ihr seid schuld. Ich habe nicht das Recht, jemanden zu beschuldigen, der nicht schuldig geworden ist."

Ignatz Bubis am 19.12.1995 in einer Diskussion mit Schülern der Geschwister-Prenski-Schule in Lübeck (LN vom 20.12.1995)

1222) Edmund Stoibers 62 %-Sieg "wäre ihm nicht gelungen, wenn er nur eine einseitige Politik zu Lasten der kleinen Leute gemacht hätte."

Michael Sommer - DGB-Chef (LN vom 23./24.11.2003)

1223) "Der Bund der Steuerzahler geht davon aus, daß in Deutschland zirka 500.000 Arbeitsplätze durch Nebentätigkeiten von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes verloren gehen."

Lübecker Nachrichten vom 27.7.1997

1224) "Die Prüfung im einfachen Postdienst ist offenbar die beste Voraussetzung für eine Karriere als Psychiater."

DER SPIEGEL 29/1997/35 über Gert Postel, alias Dr. Dr. Bartholdy, alias ....

1225) "Scharping holt sich ... geistlichen Beistand. Der Hamburger Pastor Jörn Thießen wird ... in Scharpings Büro arbeiten. Der 35jährige Theologe hat schon eine schillernde Karriere hinter sich: Er ... war persönlicher Referent des früheren ... Kieler Ministerpräsidenten Björn Engholm."

Lübecker Nachrichten vom 12.7.1997

Anmerkung: Suchte Barschel nicht nach einem Theologen, um Engholm einen Bonbon ans Hemd zu kleben? Eingeweihte hätten Barschel auf das Obergeschoß des Hauses Ecke Beckergrube / Kupferschmiedestraße verwiesen. Angeblich sollen beide MP-Anwärter ja Freimaurer (gewesen) sein. Ist es das Ergebnis fast 300jähriger Menschheitsveredelung, so miteinander umzugehen und das noch unter Brüdern?

1226) "Das Bundesverfassungsgericht entscheidet in großer Arroganz politische Fragestellungen juristisch ... Die Stellung des Bundesverfassungsgerichts ist stärker als die des Reichsgerichts in der Weimarer Republik. Man könne auch sagen, die Bundesrepublik sei kein Rechtsstaat, sondern ein Gerichtsstaat."

Helmut Schmidt am 12.12.1981 am Werbellinsee zu Erich Honecker

1227) "Die Formel: In der DDR war alles Unrecht, in der BRD alles Recht, die geht nicht auf."

Egon Krenz - der letzte SED-Chef im SPIEGEL-Interview (34 / 1997 / 38)

1228) "Die Essener haben als größte und mächtigste Kraft des damaligen Judentums gewirkt."

Hartmut Stegemann - Professor für das Neue Testament

1229) "Ihr habt den Teufel zum Vater."

Jesus Christus über die Juden

1230) "Die Juden habe den Herrn Jesus getötet und gefallen Gott nicht."

Apostel Paulus

1231) "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder."

Selbstverfluchung der Juden, die von Pilatus den Tod Jesu verlangten

Anmerkung: "Wer gäbe heute nicht viel darum, wenn diese drei Stellen (1229 - 1231) nicht in unserer heiligen Schrift stünden!" - sagt der Heidelberger Neutestamentler Gerd Theißen (DER SPIEGEL 2/1998/127). Diese drei Textstellen haben maßgeblich beigetragen zu zweitausend Jahre Antisemitismus mit Verfogung und Vernichtung der Juden. Wer allerdings die Geschichte der Juden und des Antisemitismus kennt, kann sich dem mächtigen Mystizismus dieser prophetischen Worte nur schwer entziehen.

1232) "73.853 Juden wurden (aus Frankreich) weggeschafft zum Vergasen, nur 2.600 überlebten. ...Die Vichy-Regierung arbeitet zwischen 1940 und 1944 meist freiwillig und engagiert mit den deutschen Besatzern zusammen, viele ihrer Beamten sympathisierten heftig mit den neuen Herren in ihrem Heimatland. So trieben im Juli 1942 nicht Hitlers Gestapo-Männer, sondern 4.500 Pariser Polizisten, Greifer genannt, 8.000 Juden in einem Sportstadion zusammen."

Staatsanwalt Rolf Holtfort im SPIEGEL-Interview (2 / 1998 / 116 f) vor seiner Zeugenvernehmung im Prozeß gegen Maurice Papon

1233) "Horst Mahler ... war mein Anwalt. Ist sehr menschlich, solidarisch, freundlich. ... Kein Fanatiker."

1234) "Otto Schily vertritt nur aus persönlichen Motiven RAF-Leute und ähnliche, Mahler, Ensslin und mich. Humanist, sehr vornehm, intelligent, auf Distanz bestehend."

1235) "Hans-Christian Ströbele: Anwalt, sehr freundlich, solidarisch, verteidigt Linkskräfte aus Überzeugung."

Michael "Bommi" Baumanns Personenporträts von drei Rechtsanwälten gegenüber der Stasi, nachdem er auf dem Weg von Prag nach Berlin mit einem gefälschten Paß erwischt worden war (DER SPIEGEL 4 / 1998 / 117)

1236) "Der Kapitalismus ist wie ein Fisch in der Sonne; er glänzt, aber er stinkt."

Aufkleber im Spind Nr. 1 der Stadtbibliothek der Hansestadt Lübeck

1237) "Von allen Propheten ist die Weissagung ergangen, daß die Juden Gott und ihren König Christus schmähen und lästern würden; wer das nicht liest oder versteht, der hat von der Theologie keine Ahnung. ... Die vorgeschlagenen Maßregeln werden die Juden nur schlechter machen, hat sie doch der Zorn Gottes derart verstockt, daß sie unverbesserlich geworden, und wer unverbesserlich ist, der wird durch Besserungsversuche stets schlimmer, nie besser."

Martin Luther im Gutachten zum Streit des Johann Reuchlin mit den Kölner Dominikanern über die Konfiskation der rabbinischen Schriften (1513)

1238) "Niemand kann Israel Heil spenden, bis Gott selbst die leibliche und geistige Gefangenschaft seines Volkes wendet. ... Aus allen den Gründen ist die Raserei gewisser Christen verdammenswert, die wähnen, Gott zu dienen, wenn sie die Juden gehässig verfolgen, alles Böse gegen sie ersinnen und ihre beklagenswerten Leiden voll Stolz und Verachtung verhöhnen, wo doch nur Trauer und Schmerz und inständiges Gebet am Platze ist. Eine derartige Tyrannei beeinträchtigt gewaltig den christlichen Namen und das christliche Volk, jene Frevler trifft die Mitschuld an der jüdischen Gottlosigkeit, die sie durch ihre Grausamkeit vom Christentum abstoßen, anstatt sie mit Freundlichkeit und Gefälligkeit anzuziehen."

Martin Luther (Reinhold Lewin: "Luthers Stellung zu den Juden", S. 7)

1239) "Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. ... Darum wird euer Haus von Gott verlassen. Und ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr mich nicht mehr sehen, bis ihr ruft: Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!"

Jesus Christus (Matthäus 23 / 37 - 39)

1240) "...wenn ihr Gott erzürnt ... dann werdet ihr unverzüglich aus dem Land ausgetilgt sein, in das ihr jetzt über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Nicht lange werdet ihr darin leben. Ihr werdet vernichtet werden. Der Herr wird euch unter die Völker verstreuen. Nur einige von euch werden übrigbleiben in den Nationen, zu denen der Herr euch führt. ... Dort werdet ihr den Herrn, deinen Gott, wieder suchen. Du wirst ihn auch finden, wenn du dich mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele um ihn bemühst. Wenn du in Not bist, werden alle diese Worte dich finden. In späteren Tagen wirst du zum Herrn, deinem Gott, zurückkehren und auf seine Stimme hören. Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott."

5. Buch Mose (Deuteronomium) 4 / 25 - 31

1241) "Denn viele Tage bleiben Israels Söhne ohne König und Fürst ... Danach werden die Söhne Israels umkehren und den Herrn, ihren Gott, suchen und ihren König David. Zitternd werden sie zum Herrn kommen und seine Güte suchen am Ende der Tage."

Hosea 3 / 4 + 5

1242) "Hört mich an, Asa und ihr alle von Juda und Benjamin! Der Herr ist mit euch, wenn ihr zu ihm haltet. Wenn ihr ihn sucht, läßt er sich von euch finden; wenn ihr ihn aber verlaßt, verläßt er euch. Lange Zeit lebte Israel ohne den wahren Gott, ohne einen belehrenden Priester, ohne Gesetz. In ihrer Not bekehrten sie sich zum Herrn, dem Gott Israels, und da sie ihn suchten, ließ er sich von ihnen finden."

2. Chronik 15 / 2 - 4

1243) "Luther selbst wendet sich ... im März 1523, als er in seiner Schrift 'Von weltlicher Oberheit, wie weit man ihr Gehorsam schuldig sei' die Befugnisse der staatlichen Macht abgrenzt, entschieden gegen den Brauch, Juden und Ketzer mit Gewalt zu verbrennen; dadurch ist noch wird keiner überwunden oder bekehrt."

Reinhold Lewin - S. 31 unter Bezugnahme auf Martin Luther Werke Kritische Gesamtausgabe, Weimar 1883 ff XI, S. 269

1244) "Wohin also bei der Suche nach Luthers Beziehungen zu den Juden der Blick schweift, nirgends strahlt ein Lichtpunkt entgegen, der jenen Perspektiven gerecht wird, welche sich Luther im Anfang der zwanziger Jahre eröffnen. Man stößt in der ganzen Epoche von 1524 bis 1536 nur auf Unannehmlichkeiten und Widerwärtigkeiten, die zusammengenommen Luthers Optimismus einen schweren Schlag versetzen müssen."

Reinhold Lewin - S. 42 (dabei geht es nicht nur um Betrug, sondern auch um sehr wahrscheinliche Mordversuche)

1245) Den Aberglauben der Juden läßt der Papst weit hinter sich.

Martin Luther Werke - Kritische Gesamtsausgabe XXXIII, S. 124

1246) Was die Erkenntnis Christi anbelangt, so ist die päpstliche Kirche eine bösere Mördergrube als Türken, Tataren und Juden, wenn auch allgemein Türken und Juden von dem Sohne Gottes nichts wissen mögen. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, daß das Evangelium unter die Türken kommt; denn in ihrem Koran, an dem gewißlich Nestorianer und Juden geholfen haben, machen sie über die Person Jesu wichtige Zugeständnisse, so daß der Streit mit ihnen leichter fällt als mit den Juden.

Martin Luther - Tischreden in der Mathesischen Sammlung, herausgegeben von E. Kroker, Leipzig 1903, S. 597

1247) "Die Heiden, die sonst tödliche Feindschaft von den Juden trennt, beten ihn, den verdammten, gekreuzigten Juden, an, die Juden, welche die Christen für Narren und Gänse halten, weilen seit über 1500 Jahren im Exil, aus dem Gott nicht hilft, sie nehmen denn ihren Vetter und Herrn Jesus an. Luther hat ihre Rabbinen gelesen, aber die können nichts mehr und schreien nur über Jesus von Nazareth, wie ja die Juden zu allen Zeiten ihre Propheten und Heiligen verfolgten. Die Heiden, die von ihnen für Hunde gehalten werden, helfen und raten ihnen bereitwillig, wofern sie nur den Heiland, ihr Fleisch und Blut, das ihnen kein Leid angetan hat, nicht verfluchten und lästerten und all die Seinen um ihre Habe bringen wollten. Er prophezeit ihnen, ihre Hoffnung soll nicht in Erfüllung gehen, die Zeit, die Daniel bestimmt hat, ist längst aus..."

Reinhold Lewin - S. 64, über Luthers ablehnenden Brief an Josel von Rosheim, der ihn um Unterstützung gegenüber dem Kurfürsten von Sachsen (Johann Friedrich der Großmütige) gebeten hatte, der im August 1536 alle Juden ausgewiesen hatte, weil einzelnen Juden schwere Straftaten zur Last gelegt worden waren

1248) "Endlich steht im ersten der zehn Gebote, Gott zürne den Ungehorsam bis ins dritte und vierte Geschlecht; die Verfolgung der Juden aber dauert schon fünfzehn Jahrhunderte, welche alle Plagen der Heiden übertreffen. Aus alledem folgt gewaltiglich die öffentliche Wahrheit, gegen die das Drehen und Wenden ... der verstockten Juden ränkevoller Behelf und Fluchtrede bleibt: entweder ist der Messias vor 1500 Jahren gekommen, oder Gott hat gelogen."

Martin Luther - aus dem "Brief wider die Sabbater" (Lewin S. 68 f)

1249) "Die protestantische Kirche, der Gott in diesem Jahrhundert die heiligen Bücher wieder geöffnet hat, erkennt im Überschwang den Wert des Volkes Israel, seine ruhmreiche, gottbegadete Geschichte, seine Verdienste um die Verbreitung der himmlischen Lehre, die ewige Dankbarkeit, welche die Heiden ihm schulden. Es ist daher ihre Pflicht, unablässig an seiner Rettung zu arbeiten, um es aus seiner Verirrung auf den rechten Weg zu führen."

Justus Jonas - in der Vorrede zur Übersetzung des "Briefs wider die Sabbater" in die lateinische Sprache (Juni 1539)

1250) "Ich glaube jetzt, diese Juden sind Epikureer, die bereits am Messias verzweifeln!"

Martin Luther - am Ende des Winters 1542/43 (Lewin S. 79 unter Hinweis auf Kroker S. 608)

Anmerkung: "Epikureer" steht hier sicherlich nicht in seiner eigentlichen, sondern der vergröberten Bedeutung als "hedonistischer Genußmensch"

1251) "In summa, man soll die Juden nicht bei uns leiden! Man soll weder essen noch trinken mit ihnen!"

Martin Luther - im Frühjahr 1543. Am 18.5.1542 hatte Luther die Nachricht von der Vertreibung der Juden aus Böhmen und fast dem ganzen römischen Reiche deutscher Nation erhalten, was ihm nahe ging. Luther verurteilt, daß man trotz freien Geleits über die Juden herfällt. Bereits 1492, im Jahr als Kolumbus Amerika entdeckte, waren die Juden aus Spanien und Mecklenburg vetrieben worden; in den Folgejahren auch aus anderen Teilen des Reiches.

1252) "... und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muß ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten."

Jesus Christus (Johannes 10 / 15 + 16)

1253) "Ein Jude oder jüdisch Herz ist so stock-stein-eisen-teufel-hart, daß mit keiner Weise zu bewegen ist. Wenn Mose käme mit allen Propheten und täten alle Wunderwerk vor ihren Augen, daß sie sollten ihren harten Sinn lassen ..., so wäre es doch umsonst."

Martin Luther - Einleitung zu "Vom Schem Hamphoras und vom Geschlecht Christi. Matth. 1"

Anmerkung: Bei der Bearbeitung dieses Zitats kam der Sinn unwillkürlich auf unsere Ministerpräsidentin Frau Heide Simonis geb. Steinhardt. Beides übrigens nach Gerhard Kessler jüdische Namen

1254) "Mit der ganzen Energie seines (Luthers) Charakters empfindet er tiefsten Abscheu und Ekel vor dem, was er angreifen will (die Juden). Sein sittliches Gefühl ist gleichsam blutig verletzt. Indem er dies seine Leser fühlen lassen will, und darum, weil er sie zu demselben Abscheu zwingen will, greift er zu verletzenden, empörenden, Abscheu erregenden Ausdrücken und Vergleichen. Er muß sehen, wie die Welt das, was er tadelt, so gewohnt geworden ist, daß sie ihre Gemütsruhe bei dem Anblick bewahren kann. So will er sie aufrütteln aus dieser Gleichgültigkeit gegen das Schändliche, das Abscheuliche. Darum malt er es mit Schmutz."

Wilhelm Walther - in "Für Luther wider Rom", Halle a. S. 1906, S. 616 f. Kritische Verteidigung des "Schem Hamphoras"

1255) Ein Zufall hat die Nachricht aufbewahrt, "daß 1545 zu Wittenberg die Hinrichtung eines losen Buben stattfindet, der bekennt, elf Christenkinder gestohlen und an die Prager Juden verkauft zu haben."

Reinhold Lewin zitiert Markus Lombardus (Basel 1573)

1256) "Mit der Sprengkraft von Halluzinogenen läßt sich die vernagelte Psyche von Neurotikern oft ruckartig aufsperren."

Hanscarl Leuner - Professor und Psychotherapeut (DER SPIEGEL 43/94/188)

1257) "Schwarze in den USA haben im Durchschnitt einen um 15 Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten als weiße Amerikaner."

Charles Murray - Politologe (DER SPIEGEL 43 / 1994 / 196)

1258) In allen Industrienationen steigt der durchschnittliche Intelligenzquotient alle zehn Jahre um etwa drei Punkte. "In den fünfziger Jahren, ließe sich paradoxerweise folgern, war jeder vierte nach heutigen Maßstäben geistig behindert."

DER SPIEGEL 43 / 1994 / 197

1259) "Die Gewaltbotschaft des Fernsehen macht die Seelen unserer Kinder kaputt. Das Gefühl für gut und böse geht verloren."

Hildebrecht Braun (FDP) - Vorsitzende der Bundestags-Kinderkommission (LN vom 20.4.1998)

1260) "Die ehrlichen Bürger werden ausgepreßt - Trickser und Betrüger hinterziehen 140 Milliarden."

STERN 38 / 1993 / 26

1261) "Ohne Vorurteile kann man nicht leben. Die Welt ist heute so verwirrend, daß sie rational nicht mehr zu überschauen ist. Vorurteile sind Orientierungs- und Lebenshilfen."

Professor Alphons Silbermann - Soziologe (LN vom 17.6.1993)

1262) "Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es einmal zerstört, so kommt es sobald nicht wieder."

Otto von Bismarck

1263) "Die Wissenschaftler tun oft so, als hätten sie den Königsweg zur Wirklichkeit gepachtet. Dabei haben sie meist keine bessere, sondern lediglich eine lieblosere Einstellung zu den Dingen."

1264) Die Kirchen, vor allem die evangelische, haben den Glauben selbst entzaubert. "Kleingemahlen durch die Mühle der Aufklärung, versuchen sie eine Schadensbegrenzung dadurch zu erreichen, daß sie sagen, alles sei doch nur symbolisch zu verstehen. ... Fragen Sie einen protestantischen Theologen, ob er an Gott glaubt. Da können Sie sich eher erkundigen, ob er eigentlich noch mit seiner Frau schläft."

Professor Hans Peter Duerr - Ethnologe (SPIEGEL-Interview 50/1996/222ff)

1265) "Ihr seid doch wirklich Arschlöcher, wenn ihr nicht merkt, daß ich ein Blödmann bin."

"Guru" Bhagwan in einer Predigt zu seinen Jüngern

1266) "Dieses Buch ('Mein Kampf') ist für die Masse. Der Nationalsozialismus hat auch eine Geheimlehre, die in den besonderen Kreisen einer engen Elite gelehrt und weiterentwickelt wird."

Hermann Rauschning in "Gespräche mit Hitler"

Anmerkung: Damit hat Rauschning einen weitläufig viel zu wenig beachteten Aspekt des Nationalsozialismus angesprochen, der aber zentrale Bedeutung hat. Einzelheiten darüber kann man nachlesen bei Dietrich Bronder "Bevor Hitler kam" und bei E. R. Carmin "Das schwarze Reich".

1267) "Vielleicht werde ich das Bündnis mit Rußland nicht vermeiden können. Ich behalte es als letzten Trumpf in der Hand. Vielleicht wird dies das entscheidende Spiel meines Lebens. Aber es wird mich nie davon abhalten, Rußland anzugreifen, nachdem ich meine Ziele im Westen erreicht habe."

Adolf Hitler im Gespräch mit Hermann Rauschning (nationalsozialistischer Präsident des Senats der Freien Stadt Danzig)

1268) "Glückwunsch, Herr Bürgermeister Bouteiller. Sie haben das Zeug zu was höherem, wo doch in Lübeck ihrem Denken und Handeln keiner mehr folgen kann."

Norbert Bodenthien im LN-Leserbrief vom 26.2.1998

1269) Der französische Historiker Stephane Courtoise hat Ende 1997 das "Schwarzbuch des Kommunismus" präsentiert. Der Aufschrei in weiten Teilen der politischen Klasse war gewaltig, aber nicht verwunderlich. Courtoise vergleicht den noch immer idealisierten und verklärten Kommunismus im Ausmaß des Verbrechens an der Menschlichkeit mit dem Nationalsozialismus. Er stellt den 25 Millionen Opfern des Nationalsozialismus Mord und Völkermord des Kommunismus mit 100 Millionen Toten gegenüber.

1270) "Man kann mit Brunnenfröschen nicht über den Ozean reden."

Lothar-Günther Buchheim - Schriftsteller, Maler, Verleger, Sammler ...

1271) "Ausgerechnet ein ehemaliger Staatsanwalt wurde wegen Trunkenheit am Steuer gestellt. Der 60jährige ... wurde aufgrund eines Hinweises eines anderen Verkehrsteilnehmers von der Polizei im Schellbruch (Straße in Lübeck-Karlshof) gestoppt. Als der Autofahrer 'pusten' mußte, zeigte das Meßgerät 2,09 Promille."

Lübecker Nachrichten vom 12.2.1998

Anmerkung: Angeblich soll es sich um Ludwin Trötenwein (oder so ähnlich) gehandelt haben, der in aktiven Zeiten das ohnehin bodenlos schlechte Niveau der Staatsanwaltschaft Lübeck noch tiefer zog.

1272) Scharfe Kritik hat die Gewerkschaft der Polizei an Bürgermeister Michael Bouteiller geübt, der laufende Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz mit der Flapsigkeit kommentierte, in jeder Silvesternacht werde das Fünf- bis Sechsfache an Schabernack verursacht. Tatsächlich waren Polizisten mit Steinen beworfen und auf Passanten war mit Leuchtspurmunition geschossen worden.

Lübecker Nachrichten vom 7.2.1998

1273) "Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Anmarsch des Bolschewismus von weitem gesichtet und sein Sinnen und Sorgen darauf gerichtet, diese ungeheure Gefahr von unserem deutschen Volk und dem Abendland abzuwehren. Die deutschen Bischöfe halten es für ihre Pflicht, das Oberhaupt des deutschen Reiches in diesem Ansinnen mit allen Mitteln zu unterstützen, die ihnen aus dem Heiligtum zur Verfügung stehen."

Gemeinsames Hirtenwort der deutschen Bischöfe vom 24.12.1936

1274) "In dieser entscheidungsvollen Stunde ermuntern und ermahnen wir unsere katholischen Soldaten, in Gehorsam gegen den Führer, opferwillig unter Hingabe ihrer ganzen Persönlichkeit ihre Pflicht zu tun. Das gläubige Volk rufen wir auf zu heißem Gebet, daß Gottes Vorsehung den ausgebrochenen Krieg zu einem für Vaterland und Volk segensreichen Erfolg und Frieden führen möge."

Die deutschen Bischöfe im "Martinusblatt" vom 17.9.1939

1275) "Studenten ... machten sich Anfang der sechziger Jahre schon dadurch verdächtig, daß sie Marx lasen, etwas, von dem der normale Student annahm, daß es sowieso verboten sei. Zwei Drittel der Studenten bezeichneten sich als apolitisch; die Hochschullehrer herrschten in ihren Talaren wie Fürsten über die Fakultäten, und wenn Studenten doch mal aufmuckten, konnte einem ehrwürdigem Professor schon mal herausrurschen: 'Sie gehören alle ins Konzentrationslager'."

1276) "Jede Menge Gebote und Verbote hatte die deutsche Sofakissendiktatur ihren jungen Bürgern zu bieten - sitz gerade, geh zum Friseur, mach die Negermusik leiser, geh zur Tanzstunde, wasch den Wagen ..."

1277) "Auf alles, was die Jugendlichen haßten an der Welt, konnten sie vor der Oper (Berliner Oper anläßlich des Schah-Besuchs) Parolen und Farbeier schleudern - auf den Pomp lächerlicher Autoritäten, auf die Gewalt der Staatsdiener, auf die Armut in der Dritten Welt, auf die dunkle Vergangenheit der deutschen Elite."

1278) "Mit ihren Demonstrationen, Besetzungen, Love-ins und Go-ins setzten diese Träumer des Absoluten der Gesellschaft so zu, daß der Berliner Justizsenator vorschlug, verhaftete Demonstranten generell auf ihren Geisteszustand untersuchen zu lassen."

1279) "Die Kulturrevolution der 68er ist eine Kette erfolgreicher Niederlagen."

DER SPIEGEL 23 / 1997 / 108 ff ("Vollstrecker des Weltgewissens")

1280) "Wenn du noch ein Wort sagst, schlag' ich dich tot, du Schwein."

Ein deutscher Polizist im Jahre 1967 zu einem festgenommenen Demonstranten (DER SPIEGEL 23 / 1967 / 110)

1281) "Es lebe die Weltrevolution und die daraus entstehende freie Gesellschaft freier Individuen."

Rudi Dutschke

1282) "Da schießt ein Polizist einem Passanten von hinten in den Kopf und wird freigesprochen. Haben Sie je gegenüber dem Todesschützen Karl-Heinz Kurras Rachegefühle gehabt? Oder Haß auf einen Staat, der so etwas zuläßt?"

Frage des SPIEGEL an Lukas Ohnesorg, der vier Monate nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters Benno geboren wurde (23 / 1997 / 118)

1283) "Mein Vater war ein Optimist, der an die Menschen geglaubt hat. Er mußte Bachmann verzeihen, um seine Ideale zu behalten. Aber deswegen muß ich nicht auch die Springer-Presse und die Staatsmacht freisprechen."

1284) "Die Welt ist kompliziert. Als ich jünger war, habe ich bei McDonald's Beton in die Toiletten gekippt. Heute kaufe ich dort Burger."

Hosea Che Dutschke (DER SPIEGEL 23 / 1997 / 118 + 123)

1285) "Bertolt Brecht unterlag, wie wir alle, den Widersprüchen des lebens: Seine Proletarierkluft war maßgeschneidert, der Emigrant ging lieber nach Dänemark und in die USA als nach Moskau, wo ... Stalins Terror wütete."

Lübecker Nachrichten vom 8./9.2.1998

1286) Nach dem Aufstand des 17.Juni / Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbandes / In der Stalinallee Flugblätter verteilen / Auf denen zu lesen war, daß das Volk / Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe / Und es nur durch verdoppelte Arbeit / Zurückerobern könne. Wäre es da / Nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf und / Wählte ein anderes?

Bertolt Brecht

1287) "Wenn wir keine Schnittmenge erprobter Normen und Werte mehr haben, dann wird auch der für politische Entscheidungen notwendige Konsens unmöglich."

Roman Herzog - damals Bundespräsident (WamS vom 2.3.1997)

1288) "Man hat den Eindruck, daß sich die Deutschen von einem Volk in zwei Staaten zu zwei Völkern in einem Staat entwickelt haben."

Lothar de Maiziére - letzter Ministerpräsident der DDR / IM Czerny / LIONS-Club

1289) Die Wehrmachtsausstellung vermittelt den Eindruck, fast alle Wehrmacht-Angehörigen seien Nazikriegsverbrecher gewesen. Das ist nicht nur falsch, sondern eine Verleumdung von Millionen Deutschen ... Die meisten blieben persönlich sauber. Man kann ihnen nicht zum Vorwurf machen, daß sie einem verbrecherischen System dienen mußten.

Ernst Cramer in WamS vom 2.3.1997

1290) "Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht."

Stanislaw Jerzy Lec

1291) "Hannelore, ich drücke seit zwei Stunden auf dieses Knöpfchen und der Fernseher geht nicht an!" - "Ja aber Helmut, du, das ist doch der Taschenrechner!" - "Also, Hannelore, dann habe ich ja den ganzen Staatshaushalt mit der Fernsehbedienung kalkuliert!"

RTL-Humoristin Gaby Köster

1292) "In einer rot-grünen Konstellation muß klar sein: Der Größere ist Koch, der Kleinere ist Kellner."

Gerhard Schröder - damals niedersächsischer Ministerpräsident

1293) "Glaubt Gerhard Schröder wirklich, er sei der Rattenfänger von Hameln, dem die gesamte SPD willenlos hinterhertrabt?"

Andrea Nahles - Juso-Vorsitzende (WamS vom 23.2.1997)

1294) "Die eine Hälfte der Grünen ist beim Staat angestellt, die andere Hälfte lebt vom Staat."

Guido Westerwelle -damals FDP-Generalsekretär

1295) "Guido Westerwelle ist keine Comic-Figur, den gibt es tatsächlich."

Kabarett-Spruch aus 2003

1296) "Alkohol ist politisch schwierig zu handhaben"

Eduard Lintner - Drogenbeauftragter der Bundesregierung (1997)

1297) "Der Lübecker Landgerichtspräsident Böttcher ist laut Grundgesetz an Recht und Gesetz gebunden. ... der Bürgermeister (Michael Bouteiller) hat unentschuldbar das Recht gebrochen. Wenn Herr Böttcher dieses befürwortet, verläßt er den Pfad des Rechtsstaates. Der Justizminister ist jetzt gefordert, gegen diese sozialdemokratische Gesinnungsjustiz vorzugehen - Böttcher muß gehen."

Christian Peters im LN-Leserbrief vom 28.2.1996

Anmerkung: Der Kultur- und Justizredakteur von "luebeck-kunterbunt" hat persönliche Veranlassung, demnächst das vollständige Sündenregister dieses Hans Ernst Böttcher zusammenzustellen. Die amtierende Justizministerin wird dann wohl nicht umhinkommen, diesen untragbaren Mann aus dem Dienst zu entfernen.

1298) "Ich war eine CDU-Hofschranze!"

Jochen Sieck aus Kiel in einem offenen Brief (LN vom 17.3.1996)

1299) "Sex im Knast ... Der sogenannte 'Rotlichtbaron' von Kiel, ein 31jähriger türkischer Zuhälter, wickelte vier Vollzugsbeamtinnen um den Finger und unterhielt intime Kontakte zu den jungen Frauen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren."

Lübecker Nachrichten vom 18.3.1993

1300) Der französische Staat hat gegenüber den Juden eine untilgbare Schuld auf sich geladen.

Jacques Chirac - französischer Staatspräsident 1995 bei einer Gedenkfeier für die Deportierten des Vel d'Hiv (DER SPIEGEL 39 / 1997 / 176)


http://www.luebeck-kunterbunt.de/Zitate/Zitate.htm








Zitate und Merkwürdigkeiten 12

1101) Schon als Junge ärgerte der Possenreißer Till Eulenspiegel die Bewohner seines Dorfes. Später wurde es nur noch ärger. Er wurde Bäcker, Schuster, Turmbläser, Wahrsager und Schneider, obwohl er von keinem dieser Berufe etwas verstand.

Lübecker Nachrichten vom 17.7.1998 (inhaltsgetreue Zusammenfassung)

Anmerkung: Offenkundig dient Till Eulenspiegel einem Großteil der bundesrepublikanischen Politiker als Vorbild.

1102) "Als Schirmfrau für Lesben- und Schwulenveranstaltungen mag Frau Simonis ihre Sache gut machen. Die Nichtteilnahme am Festakt (zum 100. Todestag von Otto von Bismarck) zeigt jedoch, daß sie Schleswig-Holstein in unwürdiger Weise vertritt."

Peter Kurt Würzbach damals CDU-Landesvorsitzender (LN vom 18.7.1998)

Anmerkung: Bereits an anderer Stelle dieser Homepage wurde vermeldet, daß angeblich eine enge Beziehung zwischen Frau Simonis und der Tochter ihres langjährigen Staatskanzleichefs Gärtner (FDP) bestehen soll.

1103) Herbert Marcuse, Vordenker der 68er-Bewegung, hatte die Arbeiterklasse als revolutionäre Kraft aufgegeben, weil sie sich längst mit dem Spätkapitalismus arangiert habe und vom System profitiere. In seinem Hauptwerk "Der eindimensionale Mensch" beschreibt er die kapitalistische Gesellschaft als tendenziell totalitär.

Lübecker Nachrichten vom 17.7.1998 (inhaltsgetreue Zusammenfassung)

1104) "In der DDR gab es nicht nur 600.000 Stasi-Spitzel, sondern auch Zehntausende aufrechter Bürger, die sich geweigert haben, andere zu denunzieren - stille Helden, über die kaum einer spricht."

DER SPIEGEL 15 / 1998 / 57

1105) "Drei Tage vor Beginn der Verkehrssicherheitswoche in Aurich wurde deren Schirmherr, der ehemalige Finanzminister von Niedersachsen, mit 2,25 Promille am Steuer erwischt. Der 58jährige Sozialdemokrat Swieter, seit 20 Jahren Landrat im ostfriesischen Aurich, sollte ... die Woche eröffnen."

Lübecker Nachrichten vom 27.5.1998

1106) "Und Schuld hat der Jud, weil er uns schuldig macht, denn er ist da. Wär er geblieben, wo er herkam, oder hätten sie ihn vergast, ich könnte heute besser schlafen. Sie haben vergessen, ihn zu vergasen. Das ist kein Witz, so denkt es in mir."

Hans von Gluck - Edel-Antisemit in Werner Fassbinders Stück "Der Müll, die Stadt und der Tod"

Anmerkung des SPIEGEL (37 / 1998 / 244) : "Diese Sätze sollen als Beweis für Fassbinders Antisemitismus dienen, jedoch: Kein Antisemit reflektiert seine Ressentiments, grübelt, wie 'es' in ihm denkt. Aber schon bei dem ersten Versuch, das Stück aufzuführen, im Oktober 1985 in Frankfurt, kam es auf solche Feinheiten nicht an. Dafür war die Rede vom 'Ende der Schonzeit' für die Juden, der Freiheit der Kunst und der 'Normalität' im Verhältnis zwischen Deutschen und Juden.

1107) "Für das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz spionieren mindestens drei ehemalige Stasi-Offiziere."

DER SPIEGEL 37 / 1998 / 110

1108) "Daß Autor Hansjoachim Tiedge einen Hang zur Verletzung von Dienstgeheimnissen hat, ist seit 13 Jahren aktenkundig. 1985 hatte er sich in die DDR abgesetzt, weil er sich in einer 'ausweglosen persönlichen Situation' wähnte. Seine Ex-Kollegen erinnern sich noch gut an den zerzausten Dicken, der für zwei aß, für drei soff und für vier in den Miesen war. Der Senator der Karnevalsgesellschaft 'Die Große von 1823' hatte auch schon mal benebelt im Hotelzimmer Top-secret-Akten liegenlassen."

DER SPIEGEL 37 / 1998 / 86

Anmerkung: Das mit dem Aktenverlust kann schon mal passieren. Dem nicht mehr unter uns weilenden Lübecker Staatsanwalt Kortstock geschah ähnliches Mißgeschick, als er sich im Brausebrand einer Ermittlungsakte durch wahllosen Wurf in einen Vorgarten entledigte. Auch er hatte einen Schutzengel, der den brisanten Fund ungelesen zur nächsten Polizeiwache Ecke Hohelandstraße / Wasserkunst brachte. So konnte die Angelegenheit nach typischer Fischkopp-Art diskret behandelt werden.

1109) "Allen medizinischen Errungenschaften zum Trotz sterben Männer noch immer früher als Frauen. Hormonschwund, Streß und Vereinsamung haben die Ärzte als Ursachen ausgemacht."

1110) "Der Macho ist noch immer in, bei beiden Geschlechtern. ...die Frauen bekämpfen das traditionelle Männerbild mit einer deutlichen Doppelmoral: Sie fordern den einfühlsamen Softi und sehnen heimlich den harten Typ herbei."

DER SPIEGEL 37 / 1998 / 256 ff (1109 + 1110)

1111) "Wir sind euer böses Gewissen."

Kernsatz aus einem Flugblatt der Geschwister Hans und Sophie Scholl

1112) "Der amerikanische Traum ... ist durch die Lewinsky-Affäre wieder quickie-lebendig. Mußte man in den USA früher ziemlich lange Teller waschen, bis die erste Million beisammen war, winken selbst bei kurzen Blowjobs heute schon mal Entlohnungen bis zu vier Millionen Dollar, allein für die Buchrechte und 'Penthouse'-Fotos. Nur Böswillige können behaupten, Clinton habe bloß Mäc-Jobs geschaffen."

Wolfgang Röhl STERN 41 / 1998

1113) "Von ihrem angeblichen Ziel, Schaltstellen der Gesellschaft zu besetzen, sind die Scientologen ziemlich weit entfernt. Zu dieser Einschätzung kommen Verfassungsschützer aus Bund und Ländern in einem Bericht, der im Herbst der Innenministerkonferenz vorgelegt werden soll."

DER SPIEGEL 39 / 1998 / 17

Anmerkung: Etwas anderes habe ich auch nicht vorhergesehen. Es war nicht zu erwarten, daß sich die Rotarier, Lions, Kiwanis-Krieger, Sayanims, Freimaurer und anderen Logenbrüder - die im übrigen schon längst ihre Krakenarme insbesondere in den Verfassungsschutz gelegt haben - sich kampflos die Butter vom Brot nehmen lassen.

1114) "Seit 50 Jahren versuchen ganze Heerscharen von Historikern herauszufinden, wie es zum Holocaust kam. Auf die Spuren der damals diensbaren Geister in der eigenen Zunft sind sie mit großer Verspätung gestoßen - aus naheliegenden Gründen. Wer nach dem Zweiten Weltkrieg als Nachwuchshistoriker in der Vergangenheit der Lehrstuhlinhaber wühlte, gefährdete sein Fortkommen."

1115) "Die Wissenschaftler hielten Osteuropa für unregierbar, solange es dort Juden gab."

DER SPIEGEL 39 / 1998 / 102 + 103 (1114 + 1115)

1116) "Ob als breitbeinig hingefläzte Bordellköchin, die in 'Sex TV' aufs ordinärste über 'Hühnerfickassee', 'Lümmeltütensuppe' und 'Königsberger Möpse' schwadroniert, ... oder als exzentrische Wetterfee - 'Aufpassen in Bottrop! Wetter wird scheiße!' - Anke Engelke ist ein scharfer Feger."

DER SPIEGEL 39 / 1998 / 164

1117) "Erwachsen werden heißt, seine Träume zu begraben."

Nick Hornby in DER SPIEGEL 39 / 1998 / 233

1118) "George Wallace ... war nicht nur ... der kleine Mann aus den Südstaaten, der sich in der Eingangstür der Universität von Alabama aufbaute, um persönlich schwarzen Studenten den Zugang zu versperren. ... Doch nachhaltigen Eindruck bei den Menschen machte erst der seit 1972 nach einem Attentat an den Rollstuhl Gefesselte, den sein schwarzer Helfer von einer schwarzen Kirchengemeinde zur anderen rollte, wo er um Verzeihung für seine Vergangenheit bat, weil er sonst nicht seinem Schöpfer begegnen könne."

DER SPIEGEL 39 / 1998 / 282

Anmerkung: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nah!

1119) "Die Bundesrepublik ist noch nicht reif für eine Bundeskanzlerin."

Heide Simonis (DER SPIEGEL 39 / 1998 / 285)

1120) "Faust, dem Mann mit den zwei Seelen in der Brust, galt seine besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit. In Sachen Doppelleben war er Spezialist - der Germanist Professor Hans Schwerte. Zweimal heiratete er die selbe Frau, zweimal promovierte er in Germanistik, zweimal zeichnete der Staat ihn aus. Zwischendurch wechselte er den Namen, um seine Vergangenheit zu verwischen. Als Obersturmführer der SS bekam Dr. Hans Ernst Schneider, 1941, das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse. Als Aachener Hochschulrektor ... das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Seit drei Jahren ist Schwerte alias Schneider als Handlanger des Bösen enttarnt."

DER SPIEGEL 38 / 1998 / 84

1121) Von persönlichen Konsequenzen für den Berliner Innensenator Jörg Schönbohm, Staatssekretär Kuno Böse und Verfassungsschutzchef Eduard Vermander wegen der Beschäftigung eines kriminellen Stasi-Spitzels war keine Rede mehr. "Dafür soll es den Landes-Geheimdienst um so härter erwischen: Eine ganze Hierarchie-Ebene soll aufgelöst werden, alle Abteilungsleiter sollen ihren Posten verlieren."

DER SPIEGEL 38 / 1998 / 104

Anmerkung: Wieder einmal bewahrheitet sich die Volksweisheit, wonach man die Kleinen hängt und die Großen laufen läßt.

1122) Die meisten Menschen sind mir sympatisch. Ausgenommen sind natürlich die Schweine und Verräter, denen ich in den letzten 25 Jahren die Freundschaft aufkündigen mußte und viele Typen, die ich nur aus der Glotze kenne. Im oberen Bereich dieser "negativen Hitparade" siedeln u.a. Michel Friedman und Helmuth Karasek, der dem "Eichmann von Kattowitz" im "Literarischen Quartett" immer irgendwo hingekrochen ist, wo es dunkel ist und schlecht riecht. Wenn ich Michael Fischers "Skorpion" richtig als Schlüsselroman gedeutet habe, müsste Karasek beim SPIEGEL gegangen worden sein, weil er sich seine Lobeshymnen unter fremden Namen in Leserbriefen selbst verfaßt haben soll. Dann hat Karasek selbst einen Schlüsselroman verzapft, den er bedeutungsschwanger "Das Magazin" betitelte. Dazu schrieb Peter Brügge (DER SPIEGEL 38 / 1998 / 214 ff) u.a.: "Er (Doppler) hat eine übertriebene Ähnlichkeit mit dem ausgeschiedenen Redakteur Karasek. Was ihn bewegt, ist ein Gemenge aus Existenzangst, Opportunismus, Triebdruck und Stammtischhumor, wie es dem Kollegen beim SPIEGEL kaum einer zugetraut hätte." .... "Doppler, ein Schwitzbold? ... für den es keine nennenswerten Leitvorstellungen gebe außer Servilität, Sex, Saufen und Skat." ... "Bei der Arbeit wird er immerfort irritiert von einer hitzigen Anfälligkeit für kleinste Signale seiner Libido." ... "Er darf uns weismachen, er, ausgerechnet einer aus der Proszeniumsloge des Kulturressorts, sei als Wahrheitssuchender in der Barschel-Affäre immer ganz vorn am Ball gewesen."

Detlef Winter

1123) "Die Onanie ist eine Wissenschaft und die Weiber sollen sich ihr primäres Geschlechtsmerkmal in sauer kochen."

Ein Bad Schwartauer Anwaltsnotar, der sicherlich nicht namentlich genannt werden möchte

1124) "In einem Artikel für die 'Süddeutsche Zeitung' behauptet (Horst) Mahler, ... in der Bundesrepublik gebe es derzeit 'mehr politische Gefangene als in der DDR im Jahr vor ihrem Zusammenbruch'. Dabei handele es sich um 'Überzeugungstäter', die wegen Volksverhetzung, Leugnung des Holocaust und Fortführung verbotener Organisationen verurteilt wurden. Solche 'jungen Leute', ... seien 'als Neonazis aus dem politischen Spektrum ausgegrenzt' worden und würden damit 'zu Märtyrern der nationalen Wiedergeburt Deutschlands'."

DER SPIEGEL 41 / 1998 / 18

Anmerkung: An dem, was Mahler sagt, ist etwas dran. Wer dies Thema vertiefen möchte, sollte dringend "Unterdrückung und Verfolgung Deutscher Patrioten - Gesinnungsdiktatur in Deutschland?", herausgegeben von Rolf-Josef Eibicht, lesen.

1125) "Die Meinung der amerikanischen Rechtsanwaltskammer, wonach die Frage, 'wer stirbt und wer lebt', dadurch entschieden wird, 'welchen Anwalt der Angeklagte bekommt', macht den fundamentalen praktischen Unterschied im Rechtssystem diesseits und jenseits des Atlantiks deutlich."

Gert Overhoff im SPIEGEL-Leserbrief 29 / 1998 / 12

1126) "Im tiefsten Grunde, so der Chronist der Frankfurter Spontis (Christian Schmidt: "Wir sind die Wahnsinnigen - Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang"), waren Fischer, Cohn-Bendit und die anderen sowieso nie richtige Revolutionäre, sondern allenfalls Revolutionsdarsteller: Eitel, geistig beschränkt, opportunistisch und karrieregeil waren sie allein auf ihren persönlichen Vorteil bedacht."

1127) "Aufklärer Schmidt würde ihn (Daniel Cohn-Bendit) heute wohl am liebsten in eine Basisgruppe mit Jutta Ditfurth sperren, wo er ein antiimperialistisches Radwegenetz auf Kuba zu planen hätte - mal was Vernünftiges."

DER SPIEGEL 29 / 1998 / 33 + 34 (1126 + 1127)

1128) Der 1998 im Alter von 91 Jahren verstorbene Karl Schirdewan war das seltene Beispiel eines lernfähigen Kommunisten in der DDR-Führung. 1953 setzte er sich als Mitglied des Politbüros bei Chruschtschow für ein wiedervereinigtes Deutschland ein. Fünf Jahre später wurde er von Ulbricht seiner Ämter enthoben. Die PDS hat ihn 1989 rehabilitiert. Der Altgenosse warnte wiederholt vor dem "Linksradikalismus" und der Doktrin der "Diktatur des Proletariats". Das Versagen der SED vor der Geschichte sei "nicht zu überbieten" gewesen.

DER SPIEGEL 30 / 1998 / 170 (inhaltsgetreue Zusammenfassung)

1129) "Die Deutschen genießen nicht, sie plagen sich."

Ein französisches Schulbuch (DER SPIEGEL 35 / 1998 / 3)

1130) Drei geschlagene Stunden ging der geschäftsführende Landesvorstand am vergangenen Dienstag noch einmal in Klausur, um anschließend in vier mageren Sätzen zu verkünden, daß Anstiftung zum Mord "mit dem Fortbestand einer Mitgliedschaft in der CDU nicht vereinbar ist."

DER SPIEGEL 35 / 1998 / 72

1131) "Die Aussage des Agenten (atomare Kofferbomben sollten in die USA geschmuggelt und dort versteckt werden) wird gestützt durch den russischen Gouverneur von Krasnojarsk, Alexander Lebed, der 1997 erklärt hatte, den russischen Atomstreitkräften seien mehr als hundert solcher Mini-Atombomben abhanden gekommen."

DER SPIEGEL 35 / 1998 / 115

1132) "Bei der Uraufführung des Musicals 'Hanf im Glück' sollen Nina Hagen und Manfred Krug singen. (Rainer) Langhans und andere Hedonisten wollen sanft aber hörbar gegen die meist verquälte Erinnerungsarbeit des politisch-akademischen Flügels der Studentenbewegung von 1968 rebellieren."

DER SPIEGEL 35 / 1998 / 167

1133) "Der Weg von Bismarck zu Hitler, von der Reichsgründung zum Holocaust verlief alles andere als geradlinig."

Heinrich August Winkler in "Lesarten der Sühne" (DER SPIEGEL 35/98/181)

1134) "Der Mystiker liebt Gott; der Wüstling liebt sich und die Welt."

Julien Green im nachgelassenen SPIEGEL-Interview (35 / 1998 / 189)

1135) "Daß der Auftritt (mit seiner Tochter Jenny) gut ankam, lag gewiß auch an (Otto) Schilys naturgegebenen Bühnenwirkung. Bereits als 15jähriger hatte der Gymnasiast im Weihnachtsmärchen den König Herodes so überzeugend dargestellt, 'daß die Kinder schreiend aus dem Theater rannten'."

DER SPIEGEL 35 / 1998 / 196

1136) "Peter Kurt Würzbach vertraut auf alte Weggefährten Barschels" (LN). "Die CDU macht unter Würzbach eine Rolle nach rechts rückwärts. Die alte Gutsherrenmentalität faßt wieder Fuß" (SPD-Landesgeschäftsführer Christian Kröning). "Volker Pollehn übernahm den Vorsitz des Landesarbeitskreises Innen und Recht" (LN) "An die Unschuld Barschels und an dessen Ermordung glaubt auch Werner Kalinka. Der erzkonservative CDU-Mann saß bis 1983 für die Union im Landtag" (LN). Anke Eymer ist eine geborene Kalinka. "Wieder dabei ist auch Carl Hermann Schleifer, in der Barschel-Ära als Finanz-Staatssekretär hinter den Kulissen einer der einflußreichsten Christdemokraten" (LN). Schleifer ist Mitglied im Lions-Club. Barschel soll nach Angaben des ehemaligen Springer-Chefreporters Joachim Siegerist Freimaurer gewesen sein. "Eingebunden hat der Landesvorsitzende auch den früheren Kultusminister Peter Bendixen" (LN). "Das sind tüchtige Leute, die sich zeitweise etwas aus der Politik zurückgenommen hatten" (Meinhard Füllner / CDU-Fraktionsgeschäftsführer).

Lübecker Nachrichten vom 16.7.1998 (hinsichtlich "LN")

1137) "Unsere Gesellschaft steht dicht vor einer Rückkehr zum sozialistischen Verständnis von Freiheit."

Elisabeth Noelle-Neumann in STERN 32 / 1998 /99

1138) "Soylent Green ist Menschenfleisch!"

Charlton Heston in dem Film "Jahr 2022... Die überleben wollen", als er als Polizist Thorn das Geheimnis der grünen Oblaten lüftet, die die Menschheit der Zukunft ernähren

1139) "72 Prozent der Deutschen, ermittelte das Forsa-Institut, haben keine gute Meinung über die Justiz."

DER SPIEGEL 33 / 1998 / 40

1140) "Das Dienstleistungsunternehmen Justiz steht unter Konkursverdacht."

Stefan Pelny - ehemaliger schleswig-holsteinischer Justiz-Staatssekretär

1141) Nach einem Urteil der 26. Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts dürfen die 'Republikaner' nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Ihre Aufnahme in den Verfassungsschutzbericht 1997 war rechtswidrig. Es gibt keine greifbaren Anhaltspunkte dafür, daß die 'Republikaner' das Ziel verfolgen, Grundwerte der Verfassung abzuschaffen.

Az.: VG A 62397

1142) "Mein Vorwurf ist, daß auf diesem Übungsplatz Bosnien Szenarien eingeprobt werden, die später bei ganz anderen Einsätzen ... durchgeführt werden sollen."

Angelika Beer - GRÜNE sicherheitspolitische Sprecherin (STERN 30/98/29)

1143) Kinder großziehen ist teuer. Eltern von zwei Kindern müssen mit Einkommensverlusten und Kosten bis zu 850.000 DM rechnen.

Heinz Galler - Professor für Ökonometrie (LN vom 23.7.1998)

1144) "Am Beispiel des Fliegenpilzes wird deutlich, daß wir seit der Aufklärung womöglich mehr Wissen verloren als gewonnen haben."

Michael Fehr - Museumsdirektor in Hagen (LN vom 19.11.1991)

1145) "Jedes Würstchen ein Tarzan", spottet Alice Schwarzer in 'BILD' (es geht um 'Viagra') und sieht Heerscharen von "dumpfen Rein-raus-Rammlern" das ewig gequälte Weib malträtieren."

STERN 24 / 1998 / 254

Anmerkung: Vielen sonst nicht unter Potenzproblemen leidenden Männern mag bei Alice auch eine ganze Packung Viagra nicht zur Erektion verhelfen.

1146) "Der Schwanz ist das ehrlichste Organ des Mannes, entweder er steht, oder er steht nicht, da kannst du nicht mogeln."

Gay Talese - amerikanischer Schriftsteller (STERN 24 / 1998 / 254)

1147) Gut 84 Millionen DM hat Schleswig-Holstein seit 1994 durch eine verfassungswidrige Abfallabgabe kassiert. Jetzt muß alles zurückgezahlt werden. In Dänemark gilt so etwas als "Bettnässer-Politik" bemerkte Anke Spoorendonk vom SSW spitz: "Erst gibt es ein herrliches Gefühl von Wärme, dann wird es bitter kalt."

Lübecker Nachrichten vom 14.5.1998

1148) Spitzenreiter in der Mord-Statistik ist die US-Hauptstadt Washington mit 69,3 Fällen auf 100.000 Einwohner. In Europa führt Moskau mit 18,1. Berlin liegt mit 3,8 im unteren europäischen Viertel.

Lübecker Nachrichten vom 20.8.1998 (inhaltsgetreue Zusammenfassung)

1149) Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner, Leiter der bundesweit ersten Anti-Korruptionsabteilung, hält den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Bekämpfung der internationalen Korruption für "völlig unzureichend".

DER SPIEGEL 22 / 1998 / 18

1150) "Noch ein oder zwei solcher Vorgänge, und man kann den BND einmotten."

Willfried Penner - Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses und Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission für die Geheimdienste nach der Affäre Geiger / Foertsch / Rübezahl (DER SPIEGEL 21 / 1998 / 35)

1151) "Am Gründonnerstag, dem 11. April 1968, eine Woche nach der Ermordung von Martin Luther King in den USA, wurde Rudi Dutschke in West-Berlin auf offener Straße von einem durch die Springer-Presse aufgehetzten Hitler-Verehrer namens Josef Bachmann niedergeschossen."

DER SPIEGEL 35 / 1996 / 111

1152) "Wir werden einem Augstein nicht gestatten, sich mit fünf lumpigen Tausendern von unserer Bewegung loszukaufen." Stiekum ging er (Rudi Dutschke) den SPIEGEL-Herausgeber um zehntausend Mark an, weil der Berliner Anwalt Horst Mahler die Genossen vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) nicht mehr umsonst verteidigen könne. Gretchen Dutschke: "Augstein gab Geld, auch später immer wieder."

DER SPIEGEL 34 / 1996 / 3

Anmerkung: Die beiden Rudis waren schon schwer in Ordnung!

1153) "Über zweihunderttausend Menschen demonstrierten in Brüssel gegen Kindesmißbrauch und für eine Justizreform in Belgien. Ministerpräsident Jean-Luc Dehaene versprach, die politische Einflußnahme auf die Justiz zu verringern. Richterämter sollen künftig nicht mehr nach Parteibuch vergeben werden. Auch für die Beförderung soll dies keine Rolle mehr spielen."

Lübecker Nachrichten vom 22.10.1996

1154) "Die Vollversammlung der Vereinten Nationen lehnte es am 9.12.1948 ab, die Grundsätze des Nürnberger Militärgerichtshofes als verbindliches Völkerrecht anzusehen."

DER NEUE BROCKHAUS 1960 - Stichwort "Kriegsverbrechen"

1155) "Wir möchten klarstellen, daß wir nicht beabsichtigen, das ganze deutsche Volk zu beschuldigen."

Der amerikanische Chef-Ankäger im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß am 21.11.1945

1156) "Der ehemalige südafrikanische Polizeioffizier Eugene de Kock hat den Agenten Craig Williamson bezichtigt, der Drahtzieher für den Mord an dem schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme gewesen zu sein."

Lübecker Nachrichten vom 1.10.1996

1157) Der ehemalige CIA-Direktor Dr. Oswald Le Winter hat in Portugal um politisches Asyl nachgesucht und vor dem portugiesischen Parlament unter Eid ausgesagt, die CIA sei für die Emordung Olof Palmes verantwortlich.

Holger Strohm

1158) "Natürlich steckt hinter der Idee (Deutschland zum Einwanderungsland zu erklären) hirnverbrannter Blödsinn: Deutschland ist schon heute der dichtbesiedeltste Staat Europas (außer Monaco)."

Peter Gauweiler in Welt am Sonntag vom 5.7.1998

1159) "Nach Ansicht des Wahlforschers Jürgen Falter gibt es nach wie vor ein 'Potential von fast 19 %', die bereit wären, unter Umständen Rechtsextreme zu wählen. Der Untersuchung zufolge sind 61 % mit dieser Demokratie unzufrieden."

Lübecker Nachrichten vom 11.8.1998

1160) "Kein ernstzunehmender Mensch leugnet Auschwitz; kein zurechnungsfähiger Mensch deutelt an der Grauenhaftigkeit von Auschwitz herum; wenn mir aber jeden Tag in den Medien diese Vergangenheit vorgehalten wird, merke ich, daß sich in mir etwas gegen diese Dauerpräsentation unserer Schande wehrt."

Martin Walser

Anmerkung: Ich bin mir sicher, daß Walser damit etwa 90 % aller Deutschen aus tiefster Seele gesprochen hat. Und nicht nur das. Er hat auch noch recht. Denn für über 95 % der heute lebenden Deutschen gibt es weder Schuld noch Verantwortung hinsichtlich der Naziverbrechen. Und es wird der Tag kommen, an dem die Verdrehungen und Vertuschungen ein Ende haben werden und die Weltgeschichte der letzten 150 Jahre völlig neu geschrieben werden wird, woran uns auch unsere jüdischen Mitbürger nicht hindern werden.

1161) "Walser ist ein Brandstifter", sagte Lea Rosh. Daß ... Ignatz Bubis diesen Vorwurf zurückgenommen habe, sei grundfalsch.

Lübecker Nachrichten vom 31.12.1998

Anmerkung: Ich kann mich nicht dagegen wehren, aber die Frau ist mir genauso unsympathisch wie Michel Friedman.

1162) "Jeder fünfte Deutsche ist nach einer Erhebung des Forsa-Instituts latent antisemitisch eingestellt. Bei den 50- bis 64jährigen steigt die Quote auf 28 % und bei den über 65jährigen auf 38 %. ... Bei den Befragten, die sich selbst als politisch 'rechts' einordnen, liegt der Anteil mit 44 % am höchsten. ... 63 % der Deutschen plädierten ... dafür, nun einen Schlußstrich unter die Aufarbeitung der Judenverfolgung in der NS-Zeit zu ziehen."

Lübecker Nachrichten vom 23.12.1998 (seit dem sind weitere fünf Jahre Behandlung mit der "Schuldkeule" vergangen)

1163) "Die Lübecker Jusos sehen die örtliche SPD derzeit im politischen Bermuda-Dreieck zwischen Technokratismus, Opportunismus und Beliebigkeit versinken."

Kai Burmeister und Björn Böhning (LN vom 31.12.1998)

Anmerkung: Aus diesem Bermuda-Dreieck ist die Lübecker SPD auch in den letzten fünf Jahren nicht herausgekommen. Allerdings ist die CDU auch nicht besser - nur in der Wählergunst.

1164) "Für mich war Fassbinder ein faschistoider Linker", sagte Ignatz Bubis. "Dieses Stück ('Der Müll, die Stadt und der Tod') beweist es auch." ... In dem Stück tritt die Figur eines reichen jüdischen Bauherrn und Häusermaklers auf, der von den anderen Figuren angefeindet und beschimpft wird.

Lübecker Nachrichten vom 2.9.1998

1165) "In Schleswig-Holstein plündern Notare immer dreister Anderkonten ihrer Kunden."

Lübecker Nachrichten vom 7.1.1995 ("Diebische Notare")

1166) "Ich habe eine Erfahrung gemacht: Das Schlimmste an der Freimaurerei ist nicht das Weltanschauliche, sondern dies: sie ist die größte Korruptionsbasis. Eine Handvoll Leute hat den Krieg gemacht ..."

Adolf Hitler - Wolfschanze 6.1.1942

1167) "In der Freimaurerei hat es bei uns doch viele gegeben, die gar nicht wußten, worum es dabei geht. Wir hatten eine Loge, in der nichts eigentlich getrieben wurde als Essen, Trinken, Spielen, Sichvergnügen! Das war schlau eingefädelt! Es genügte, daß die Leute in Atem gehalten, von der Betrachtung der Wirklichkeit abgehalten, beschäftigt waren! Ich kenne Städtchen, die total verfreimaurert waren - mehr wie Großstädte -, Bayreuth zum Beispiel oder Gotha!"

Adolf Hitler - Wolfschanze 3.2.1942

1168) "Schachts größtes Verdienst war es, daß er unseren Export angekurbelt hat. Wenn es sich darum handelte zu schwindeln, war Schacht unbezahlbar! Erst wenn es darauf ankam, eine innere Haltung zu zeigen, da konnte er nicht. Ein Freimaurer hat da den anderen betrogen. Schacht ist in Opposition getreten, wie ich die Freimaurerei in Deutschland aufgelöst habe."

Adolf Hitler - 25.8.1942 im Gespräch mit Gauleiter Lauterbach

Anmerkung: Horace Greely Hjalmar Schacht (22.1.1877 - 3.6.1970) wurde am 3.6.1906 in Berlin in der Loge "Urania zur Unsterblichkeit" als Freimaurer aufgenommen. Er war Bankier, Währungspolitiker, Reichswährungskommissar, Reichsbankspräsident und Reichsminister (1934 - 1945). Im Nürnberger Prozeß - in dem er freigesprochen wurde - erklärte er, kein Jude wäre umgekommen, wenn das Ausland sich auf seine Pläne eingelassen hätte.

1169) "Es ist wahr, daß ich Beziehungen zu einer Freimaurerloge gehabt habe. Als blutjunger Mensch liebte ich die muntere Tochter eines müden Nachtwächters. Wir trafen uns abends unter einem Glasdache, das die Zufahrt hinter dem Hause der Freimaurerloge 'Zur Zwietracht und Wankelmütigkeit' schützte. Intimere Beziehungen zur Freimaurerei hatte ich bisher nicht."

Philipp Scheidemann - sozialdemokratischer Politiker und 1919 Reichskanzler im "Sozialdemokrat" vom 10.4.1926. Scheidemanns berühmteste Tat war die Ausrufung der Republik am 9.11.1918.

1170) "Wenn ich bisher geglaubt habe, daß sie aus staatspolitischen Gründen abzulehnen ist, so bin ich jetzt überzeugt, die Freimaurerei müsse polizeiwidriger Dummheit wegen verboten werden."

Ernst Pöhner - während der Weimarer Republik zeitweise Polizeipräsident von München. Eintrag in das Gästebuch einer Freimaurerloge, in die er zusammen mit Erich Ludendorff und Hitler eingeladen war. Hitler folgte der Einladung nicht.

1171) "Lehrt eure Kinder nicht, was Gut und Böse ist. Lehrt sie zu erkennen, wann das Gute beginnt, böse zu werden."

James Krüss

1172) "Mit nahezu Dreiviertelmehrheit (72,8 %) haben sich die Schweizer Wähler für die Verschärfung des Ausländerrechts ausgesprochen."

Lübecker Nachrichten vom 6.12.1994

1173) "Jahr für Jahr holt sich der Lübecker Senat bei der Kieler Landesregierung blutige Nasen für einen Haushalt, der so solide steht wie ein Kartenhaus."

Lübecker Nachrichten im Oktober 1994

1174) Miss Sophies Liebhaber: J. P. M. Pommeroy, französischer Professor für Malerei und Sophies erster Liebhaber hat das hübsche Mädchen auf Leinwand gebannt. Sein Nachfolger, Admiral von Schneider hat nie einen Fuß auf ein Kriegsschiff gesetzt, sondern den Titel als Laiendarsteller erworben. Den rundlichen Mr. Winterbottom hat ein Hühnerbein im Hals kurz vor der Hochzeit mit Sophie dahingerafft. Und Sir Toby ist angeblich ein wegen zuviel Sherry zwangspensionierter Scotland-Yard-Ermittler.

Lübecker Nachrichten vom 31.12.1993 unter Hinweis auf das Buch von Helmut Grömmer

1175) "Die deutsche Luftwaffe hat weder in Warschau, Rotterdam noch Coventry geplant und gezielt die Zivilbevölkerung dieser Städte angegriffen. Die Angriffe auf diese Städte ... galten militärischen und Versorgungs-einrichtungen. Abgesehen von der Tatsache, daß die bei diesen Angriffen eingesetzten Luftstreitkräfte und die Menge und die Art der abgeworfenen Bomben gar keinen Vergleich mit denen der Alliierten zulassen, gibt es an dem erklärten Ziel der Herren Harris und Churchill, ausschließlich Luftkrieg in großem Stil gegen die deutsche Zivilbevölkerung zu führen, keinen Zweifel."

Günter Schorn im LN-Leserbrief vom 1.8.1993

1176) "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt."

Ernst Reuter - Regierender Bürgermeister von Berlin am 9.9.1948 angesichts der drohenden Spaltung Berlins

1177) "Die Ärzte standen vor einem Rätsel. Der jordanische Geheimdienst aber nicht - er ahnte, was Meshal widerfahren war. Doch erst als König Hussein am Telefon Netanyahu beschied, er werde die Mossad-Agenten vor Gericht stellen und öffentlich hängen lassen, ließ der israelische Ministerpräsident das Gegenmittel für Meshal nach Amman bringen."

Mira Avrech / Stefanie Rosenkranz in STERN 43 / 1997 /227

1178) "Scheint aus allen Wolken gefallen zu sein, dieser Rebell von Augsburg, der Schach und Laute spielt und Verse schreibt über Dirnen und Wasserleichen. ... Wedekind ist Brechts Idol, sein literarisches Vorbild. Und er liebt Villon, natürlich, und Rimbaud, Verlaine auch und Büchner. Alles Outlaws, Ausgeflippte, die hart am Zeitgeist vorbeisegeln, an Prüderie und Pflichterfüllung, und Kurs nehmen auf Liebe Freiheit und Genuß."

STERN 43 / 1997 / 104 ("Brecht war wie Gulliver, und wir waren die Zwerge")

1179) "Vor kurzem lüftete ein Bonner Wissenschaftler ein Geheimnis: Willy Brandt stiftete einen Teil der Preissumme für den ihm 1971 verliehenen Friedensnobelpreis für die Renovierung der Synagoge in Venedig. Der Ex-Kanzler hatte verfügt, daß dies erst nach seinem Tod bekannt werden dürfe."

Lübecker Nachrichten vom 8.10.1997

1180) "Ich behandle meine Frau wie eine Angestellte, die ich nicht entlassen kann. Ich habe mein eigenes Schlafzimmer und vermeide es, mit ihr allein zu sein."

Albert Einstein (LN vom 10.11.1996)

1181) "Nach Angaben des Nachrichtenmagazins 'Focus' wird Werner Mauss unterdessen von Zeugen in Kolumbien auch des Drogen- und Waffenschmuggels bezichtigt. Ihm werde vorgeworfen, seit 1990 mit Schnellbooten illegal Waffen von Panama nach Kolumbien geschmuggelt zu haben. ... Geheimdienstkoordinator Bernd Schmisbauer (CDU) bleibt wegen der Zusammenarbeit mit Mauss weiter in der Kritik."

Lübecker Nachrichten vom 8.12.1996

1182) "53 % der (britischen) Schüler, die weder Deutschland kennen, noch die Sprache beherrschen, halten Deutsche für nationalistisch, 51 % betrachten sie als arrogant und 45 % als aggressiv. ... Ein völlig anderes Bild ergab sich dagegen bei britischen und irischen Schülern, die schon mal in Deutschland waren oder die Sprache lernen. Von ihnen sagten drei Viertel, sie würden die Deutschen mögen."

Lübecker Nachrichten vom 20.11.1996

1183) "Die Deutschen gehen davon aus, daß sie auf die Unterstützung des Herzogpaares bauen können. Vor allem die Herzogin will um jeden Preis Königin werden."

1184) "Die Windsors muß man als Fünfte Kolonne bezeichnen. Sie werfen der Regierung vor, Frankreich in einen Krieg gezwungen zu haben, den es gar nicht wollte und feiern die französische Kapitulation als einzig richtige Maßnahme."

Agentenberichte über die politischen Ansichten und Ambitionen des Herzogpaares Winsor (Edward VIII. und Wallis Simpson)

1185) Deutschland leidet an einer geistigen Ödnis. Diese verzweifelte und Verzweiflung auslösende Erscheinung verbirgt sich im Westen des Landes hinter den prunkvollen Fassaden des Wohlstandes. Die Verbindung des Nihilismus mit dem Konsum bildet das eigentliche Drama Deutschlands, das die Zukunft Europas belastet.

Kardinal Jean-Marie Lustiger - Erzbischof von Paris (LN vom 14.12.1996)

1186) Der frühere italienische Sotialistenchef Bettino Craxi ist in Abwesenheit zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der 62jährige sei laut Gericht der "Herr des Schmiergeldsystems" beim Bau der Mailänder Metro gewesen.

Lübecker Nachrichten vom 18.4.1996

1187) Das Bundesverfassungsgericht hat es abgelehnt, zwei angeblichen Rechtsextremisten wichtige politische Grundrechte zu entziehen. Entsprechende Anträge der Bundesregierung von 1992 gegen Thomas Dienel und Heinz Reiß waren offensichtlich nicht hinreichend begründet.

Lübecker Nachrichten vom 31.7.1996

1188) "Die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland können es sich nicht länger leisten, in ergebnislosen Ritualen zu erstarren."

Bundespräsident Roman Herzog in LN vom 21.7.1996

1189) "Heide Simonis stempelte die Grünen als prinzipienlos ab. Einerseits liefen sie Sturm gegen die A 20, andererseits verkündeten sie, daß die Autobahn kein Hindernis für ein rot-grünes Regierungsbündnis sein solle, 'wohlwissend, daß die SPD nie und niemals die A 20 aufgeben wird'. Für die Regierungschefin ist das der Beleg, daß der Umweltpartei Posten wichtiger als Prinzipien."

Lübecker Nachrichten vom 9.1.1996

Anmerkung: Nach der Wahl galt für Heide Simonis das alte Kohl-Zitat - "Was schert mich mein Geschwätz von gestern!"

1190) "Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz."

Martin Luther

1191) Thomas Mann hatte in Erich Mühsam eine unterdrückte Seite seines eigenen Ichs entdeckt. Der staatstragende Ruhm, den Thomas Mann elegant verkörperte, verdeckte das provokant Antibürgerliche in ihm mehr und mehr. Insgeheim wäre er gern ein Stückchen mehr Mühsam gewesen. Weil er das nicht konnte, habe er Mühsam als "radikalen Schreier" beschimpft und damit im Grunde sich selbst gemeint und seine eigene Unzulänglichkeit übertönt.

Chris Hirte - Berliner Literaturwissenschaftler (LN vom 8.10.1995)

1192) "Mehr als jeder zweite der 9256 Tatverdächtigen im Bereich der Organisierten Kriminalität in Deutschland war ein Ausländer."

Lübecker Nachrichten vom 1.8.1995 über die BKA-Statistik 1994

1193) "Eine unkontrollierte Zuwanderung von verschiedenen Kulturen führt zu einer Multi-Konflikt-Gesellschaft."

Heinrich Lummer - ehemaliger Berliner Innensenator (CDU) LN v. 2.8.1995

1194) "Nach Angaben von Verfassungsschützern sind unter den rund 500.000 Kurden in Deutschland etwa 6.000 PKK-Mitglieder."

Lübecker Nachrichten vom 2.8.1995

1195) "Hafenkapitän Henning Redlich (53) wird (von seinem Arbeitgeber - der Hansestadt Lübeck) vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Film 'Holocaust' gesagt zu haben: 'So viele fette Juden kann es gar nicht gegeben haben, wie die umgebracht haben sollen'."

Lübecker Nachrichten vom 3.8.1995

1196) Springer-Großaktionär Leo Kirch verlangte vergeblich die Entlassung des "Welt"-Chefredakteurs Thomas Löffelholz, weil dieser einen Gastkommentar des früheren Braunschweiger Oberlandesgerichtspräsidenten Rudolf Wassermann veröffeltlicht hatte, in dem dieser das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus rechtlichen Gründen gutgeheißen hatte.

Lübecker Nachrichten vom 15.8.1995

Anmerkung: Sowohl bei Helmut Kohl, als auch bei Leo Kirch erhält der Glaube an die letztendliche Gerechtigkeit des Schicksals Auftrieb. Kohls Sauereien und Dümmlichkeiten sind Legion und bedürfen hier keiner Ausbreitung. Kirchs Interventionen gegen Dr. Richter und T. Löffelholz haben in dem krachenden Zusammenbruch seines Imperiums eine angemessene Kompensation erfahren.

1197) "Wer ein solch menschenverachtendes Instrument wie die Treuhand ins Leben ruft, muß sich nicht wundern, wenn darauf terroristisch reagiert wird. ... Rohwedder mußte die Drecksarbeit machen, die der Kanzler ihm zugeschoben hat. Damit geriet er ins Schußfeld."

Günter Grass in einem STERN-Interview (LN vom 18.8.1995)

1198) Reich-Ranickis Art der Rezension ist eine "literarische Neuauflage des Führerprinzips. ... Diese Kampagne ist höchstens zu 30 % literarisch. Der Rest ist Politik".

Harry Mulisch - niederländischer Bestseller-Autor im Zusammenhang des Verrisses von Grass' "Ein weites Feld"

1199) "Man sollte sich daran erinnern, daß einst auch Nobelpreisträger Heinrich Böll für seinen meisterhaften Roman 'Ansichten eines Clowns' niedergemacht wurde. Und wer war der Kritiker? Marcel Reich-Ranicki."

Sydsvenskan - schwedische Zeitung (LN vom 30.8.1995)

1200) Das Buch ('Ein weites Feld') ist ein "großartiger Roman mit langem Atem, voller überraschender Einfälle, grotesker Scherze und spöttischer Überlegungen über das deutsche Schicksal der letzten 150 Jahre."

Adam Krzeminski - Deutschlandspezialist der polnischen Wochenzeitschrift "Polityka" (LN vom 30.8.1995)



http://www.luebeck-kunterbunt.de/Zitate/Zitate.htm